Geschichte

„Kaum zu glauben wie schnell die Zeit vergeht“, wird sich so manch einer denken, wenn er sich zurück erinnert an das Jahr 1971, genauer: an den 11. Januar im Kolpinghaus zu Eichstätt.
Damals eröffnete zum ersten Mal eine Gruppe von Fanfarenbläsern den Eröffnungsball der Faschingsgesellschaft Eichstätt, welches als „Senkrechtstart im Fasching“ im Eichstätter Kurier betitelt wurde.

In Wahrheit war es allerdings nicht das erste Mal, dass man Fanfarenmusik in der fünften Jahreszeit zu hören bekam. Bereits seit 1963 spielten verschiedene Musiker, wie Gerhard Julius Beck, Hans Eichiner und Herbert F. Mayer, sporadisch auf Eichstätter Faschings- Bällen mit den Naturtrompeten.
Dennoch kann der 11.01.1971 als Gründungszeitpunkt des Fanfarenzug Eichstätt angesehen werden, da von diesem Datum an die Musikgruppe regelmäßig zum Einsatz kam.

Das Erscheinungsbild, anfangs noch recht einfach mit Umhang und Hut, sollte sich bereits 1974 in einem schicken blauen „Gwandl“ und mit dem Eichstätter Stadtwappen zeigen.

1978 kam es wieder zu einer optischen Metamorphose. Die blauen Bekleidungsstücke wichen einem neu gestalteten roten, welches das Auftreten des Fanfarenzuges bis heute prägt und als Markenzeichen anerkannt ist.

Schon sehr früh beschränkten sich die Auftritte im Fasching nicht mehr nur auf das reine Musizieren.
Seit 1976 wurden verschiedenste Arten von Einlagen, vor allem am Maskenball der FGE, vorgeführt.
Dabei waren der Fantasie keine Grenzen gesetzt.
Ob in akrobatischen Pyramiden-Hebefiguren oder als Kavallerie, ob als Schotten, Römer oder Zwerge und zuletzt, zu Ehren des Jubiläums der Faschingsgesellschaft Eichstätt, eine musikalische und tänzerische Zeitreise. Der Fanfarenzug war und ist immer für eine Überraschung gut.

Und auch außerhalb der närrischen Jahreszeit ist der Zug seit Jahrzehnten unterwegs.
Sei es zu Veranstaltungen in Eichstätt wie zum Beispiel beim Altstadtfest, Volksfest oder zum Fischerstechen.

Oder sei es zu Auftritten außerhalb der Heimat, welche von Neuburg, Ingolstadt, Denkendorf, Kipfenberg, Beilngries bis über Lohr am Main, Köln und sogar Kratzau in der Tschechei reichen. Weit über die Stadtgrenze hinaus hat sich der Fanfarenzug so einen Namen gemacht, der mit guter Musik und guter Laune in Verbindung gebracht wird und die Stadt Eichstätt angemessen repräsentiert – über 60 mal im letzen Jahr!

Leider kann hier nur ein Auszug über die 40-Jährige Geschichte und die damit verbundenen Tätigkeiten des Fanfarenzug Eichstätt wiedergegeben werden.
Abschließend möchte ich mich bei allen Personen, Vereinen und Firmen, den Volksfestausschuss Eichstätt e.V., ehemalige und aktive Fanfarer recht herzlich bedanken, die es durch ihre tatkräftige Unterstützung ermöglichten, dass diese Gruppe bis heute bestehen konnte, denn eines hat sich seit 40 Jahren nicht geändert:
Das Engagement ist ehrenamtlich.

Arno Amler